Bergtour zur Westlichen Karwendelspitze

Bergtour zur Westlichen Karwendelspitze

Nach dem ich feststellen musste das in den Ital. Alpen noch viel Schnee liegt wollte ich schauen wie es bei uns in Bayern ausschaut, also bin ich nach Mittenwald gefahren um auf die Westliche Karwendelspitze zu gehen. Das Auto habe ich für 3€ an der Talstation der Karwendelbahn geparkt, dann ging es los.

Der Aufstieg:

Direkt gegenüber vom Parkplatz ging es in den Wald und dort unter der Bundesstraße durch. Dann folgte ich den Wegweisern auf den vielen kleinen Waldpfaden in Richtung Mittenwalder Hütte. Doch schon bald endete das Gewirr aus kleinen Pfaden und es führte mich ein schmaler Waldweg recht steil den Berg nach oben. Schnell gewann ich an Höhe und es gab immer wieder einen kurzen Blick auf Mittenwald. Dann nach etwa 1,5 Stunden tauchte vor mir ein Gebäude auf, die Mittenwalder Hütte. Ich ging an ihr vorbei und wurde am nächsten Wegweiser darauf aufmerksam gemacht das ab hier „Alpine Erfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich“ sind. Jetzt kam ich auch langsam aus der Baumzone heraus, die Aussicht wurde immer besser und ich musste immer öfter meine Hände zu Hilfe nehmen. Ein schmaler Steig schlängelte sich hier den Berg noch oben und es ging immer wieder unter der Seilbahn hindurch. An einigen Stellen war der Weg sogar mit Seilen versichert. Auch die Bergstation mit dem „Fernrohr“ war immer deutlicher zu erkennen. Ein Stück unterhalb der Station hatte ich dann auch den ersten Kontakt mit Schnee, ich musste am Fuß vom Schneefeld queren. Dann galt es noch einen letzten Anstieg zu bewältigen bevor ich die Hochebene etwas oberhalb der Bergstation erreicht hatte. Auf dem breiten Panoramaweg ging es ein kurzes Stück unterhalb der Westlichen Karwendelspitze entlang, bevor es auf der anderen Seite wieder nach oben ging. Hier führte mich wieder ein schmaler Pfad bergauf. Eigentlich hatte ich vor den Klettersteig zum Gipfel zu nehmen, doch leider war dieser für meinen Hund Leon eine Nummer zu schwer, So musste ich den normalen Weg nehmen. Doch auch dieser ist nicht ganz ohne, immer wieder ist es nötig hier die Hände zu Hilfe zu nehmen. Schon bald hatte ich den Gipfel erreicht. Da hier oben die Wolken hingen gab es keine Aussicht.

Der Abstieg:

Da es auf dem Gipfel eher ungemütlich, aber dafür recht voll war gab es nur ein kurzes Foto vom Kreuz und keine Brotzeit. Ich hatte beschlossen mir irgendwo etwas abseits einen schönen Platz zu suchen und so ging es wieder nach unten. Da ich jedoch nicht den selben Weg wie nach oben, sondern über das Dammkar absteigen wollte suchte ich erst einmal nach dem Weg. Leider war am eigentlichen Abzweig der Wegweiser weg und so dachte ich das ich noch runter auf den Panoramaweg muss. Hier musste ich jedoch feststellen das der Abzweig zum Schöttelkar auf dem Pfad in Richtung Gipfel ist. Also ging es ein kurzes Stück zurück und dann weiter unterhalb der Karwendelspitze entlang. Nach kurzer Zeit kam ich erneut mit Schnee in Kontakt. Mitten auf dem Weg befand sich noch ein Schneefeld über das ich drüber musste. Wenig später fand ich eine windgeschützte Stelle an der ich meine Brotzeit aus dem Rucksack holte. Nach der Stärkung ging es bergab. Einige schon sehr mitgenommene Treppen führte mich schnell nach unten. Bald tauchte vor mir im Nebel ein Gebäude auf, dabei schien es sich um eine Seilbahn für den Skibetrieb zu handeln. Auf einem schmalen, steilen Schotterpafd ging es jetzt weiter. Da ich dabei wieder aus den Wolken raus kam konnte ich auch die Landschaft wieder sehen und bewundern. Leider wurde diese an einigen Stellen doch sehr mit hässlichen Zäunen verunstaltet. Schnell verlor ich an Höhe und passierte wieder ein Schneefeld. Nach einiger Zeit kam ich an einem weiteren Gebäude vorbei, diesmal war es das Bergwachthaus. An diesem ging es vorbei und kurze Zeit später erreichte ich die Dammkarhütte. Hier war es langsam vorbei mit dem Abstieg im losen Schotter, ein schmaler aber meist fester Pfad schlängelte sich jetzt in Richtung Tal. Aber es änderte sich nicht nur der Weg, auch die Landschaft wurde grüner. Es wuchsen jetzt immer mehr Pflanzen und schon bald war ich mitten im Wald. Hier befindet sich ein weiterer Abzweig. An diesem beschloss ich nicht den Weg über den Ochenboden zu nehmen sondern über die Forststraße zu gehen. So musste ich nur noch ein kleines Stück dem schmalen Pfad folgen, dann endete dieser auf einer breiten Forststraße und führte mich zurück nach Mittenwald.

über Markus

Markus ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger, Fotograf und Blogger. So oft es irgendwie geht zieht es ihn in die Natur. Aus dieser Leidenschaft heraus hat er den Outdoor-Blog.org ins Leben gerufen, hier berichtet er von seinen kleinen und großen Abenteuern.

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