Urlaub an der Nordsee (Woche 1)

Tag 1 – Anreise und Ernüchterung

Früh am Morgen starteten wir unsere lange Reise in den Norden. Über verschiedenen Autobahnen ging es immer weiter in Richtung Nordsee. Auf dem ganzen Weg gönnten wir uns lediglich eine Pause als der Tank leer war. Die Pause wurde aber auch zum essen genutzt, gegenüber der Tankstelle befand sich noch ein American Diner. Zu meiner großen Überraschung gab es dort auch Speisen ohne Fleisch. Nach dem ich dort einen sehr leckeren veganen Burger gegessen hatte ging es weiter. Irgendwann war es dann auch endlich geschafft wir hatten unsere Ferienwohnung in Dunum erreicht. Die Wohnung war richtig schön, doch ich wollte gerne noch ans Meer. Also haben wir schnell das Auto ausgeladen und sind noch einmal losgefahren. Doch in Bensersiel erwartete uns bereits das erste Hundeverbot. Nach einer Runde mit dem Hund ging es etwas enttäuscht zurück zur Ferienwohnung.
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Tag 2 – Wohin mit dem Hund?

Der zweite Tag begann erst einmal mit einem ordentlichen Frühstück. Danach wollten wir nach Esens in die Touristeninfo um uns zu erkundigen was überhaupt mit dem Hund hier möglich ist. Da es nicht so weit ist wollten wir zu Fuß gehen. Eine schmale Straße führte uns anfangs durch ein waldiges Stück und später an Wiesen und Häusern vorbei nach Esens. Nach dem wir in der Touristeninfo mit allerlei Infomaterial ausgestattet wurden schauten wir uns noch ein wenig in der Stadt um. Dann ging es wieder zurück in die Ferienwohnung, denn wir wollten noch ans Wasser. Mit dem Auto fuhren wir dann nach Carolinensiel. Laut unseren Infos sollte es hier einen Hundestrand geben. Diesen fanden wir auch, es ist ein kleines Eck zwischen Strand und Hafen. Aber immerhin darf hier unser Hund der Leon hin. Uns war jetzt egal wie groß der Strand ist wir wollten ans Wasser, also Schuhe und Strümpfe aus und ab ins Meer. Nach dem die erste Kälte überwunden war, war es einfach toll. Sehr lustig war auch Leons Reaktion auf das Salzwasser. Mann konnte genau sehen das es ihm nicht schmeckt. Leider war der Hundestrand so ziemlich alles wo Hunde hin dürfen, daher fuhren wir wieder zur Ferienwohnung. Ganz in der nähe der Wohnung habe ich am Vormittag ein Feld mit Strohballen entdeckt, hier wollte ich am Abend noch einmal hin.


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Tag 3 – Ab nach Norddeich

Nach dem Frühstück ging es ins Auto, wir wollten nach Norddeich fahren. Auf dem recht langen Weg dorthin wurde immer nach Mühlen Ausschau gehalten welche sich als Fotoziel für den Abend eignen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir dann den Ort. Jetzt wurde schnell das Auto abgestellt und los ging es. Der Ort gefiel uns schon recht gut denn es waren nicht gleich auf den ersten Blick Hundeverbotsschilder zu sehen. So konnten wir eine Zeit lang mit dem Hund spazieren gehen. Auch der Hundestrand war schon deutlich größer als am Tag zuvor. So schöpften wir auch wieder neue Hoffnung das man hier mit dem Hund doch nicht so eingeschränkt ist. Doch irgendwann war es leider wieder vorbei mit der Freiheit, ein Schild mit durchgestrichenem Hund zeigte das hier Schluss ist. Also hieß es umdrehen. In einem Prospekt haben wir etwas von einer Seehundstation und einem Irrgarten gelesen, dahin wollten wir mal schauen. Leider durfte der Hund nicht zu den Seehunden. Doch zum Glück durfte der Leon mit in den Irrgarten. Dieser war sehr genial. Es gibt 20 Rätselstation mit Quizfragen zu wechselnden Themen und auch die Wege können verändert werden. Leider konnten wir nur 19 Fragen beantworten da irgendein Depp eine Tafel geklaut hatte. Nach dem alle Fragen beantwortet waren haben wir das Ziel, eine Aussichtsbrücke gesucht. Von der Brücke konnten wir noch einmal sehr schön über das Labyrinth schauen. Dann wurden noch schnell die Antworten am Ausgang kontrolliert bevor es wieder zurück zum Auto ging. Aber es sollte noch nicht zurück in die Ferienwohnung gehen, denn wir wollten noch zum Pilsumer Leuchtturm. Nach einer kurzen Autofahrt war dieser auch erreicht. Leider gab es auch hier ein Hundeverbot. Nicht einmal auf den Weg unterhalb vom Deich durfte der Hund. Also musste Leon am Auto warten. Am Turm angekommen gab es den nächsten Schock, irgendjemand ist auf die Idee gekommen ein Gitter für Liebesschlösser dort hin zubauen. Das Gitter macht natürlich total das Bild kaputt also musste ich eine weile suchen um den Leuchtturm vernünftig zu fotografieren. Nach dem Sonnenuntergang ging es dann endgültig zurück zur Ferienwohnung.


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Tag 4 – Bensersiel die Zweite

In den Infos der Touristeninfo haben wir erfahren das es in Bensersiel einen kleinen Naturstrand geben soll an dem auch Hunde erlaubt sind. Daher haben wir uns nach dem ausgiebigen Frühstück auf den Weg nach Bensersiel gemacht. Das Auto wurde diesmal etwas außerhalb auf dem großen Parkplatz abgestellt und dann ging es in Richtung Hafen. Zwar haben wir an unserem ersten Tag dort bereits nach einem Weg ans Wasser geschaut und keinen gefunden aber diesmal wussten wir das es hier einem Weg geben muss. Doch auch diesmal fanden wir keinen Weg, erst als uns der Parkplatzwächter darauf aufmerksam machte fanden wir den Weg. Es ist ein schmaler Durchgang zwischen eingezäunten Lagerflächen. Weiter ging es auf einem breiten gepflasterten Weg am Hafenbecken entlang, bis wir am Ende nach rechts in die Natur abbogen. Hier führten schmale Pfade durch die Wildnis, aber auch auf dem Watt ließ es sich bestens laufen. So konnten wir hier viel Zeit verbringen. Nach dem wir viel Zeit am Strand verbracht hatten war es irgendwann an der Zeit wieder zurück zu gehen. Nach einer Runde durch den Ort erreichten wir wieder das Auto. Am Abend wollte ich jedoch wieder zurück zum Strand, denn ich hatte hier einige schöne Stelle zum fotografieren entdeckt. So konnte ich noch einen sehr schönen Sonnenuntergang am Stand genießen und fotografieren.


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Tag 5 – Wilhelmshaven

Eigentlich sollte es an diesem Tag auf die Insel Langeoog gehen, doch das Wetter spielte nicht mit und es sollte den ganzen Tag immer wieder regnen. Da ich nicht unbedingt bei schlechtem Wetter auf die Insel wollte beschlossen wir nach Wilhelmshaven zu fahren. In einer Stadt lässt sich Regen leichter aushalten. Das Auto wurde mitten in der Stadt abgestellt und dann ging es in Richtung Hafen. Über die Kaiser Wilhelm Brücke erreichten wir den Südstrand. Zwar durfte der Hund nicht an den Strand aber auf dem bebauten Deichanlagen durften wir mit dem Leon gehen. Bereits von der Brücke waren zwei Marineschiffe im Wasser und ein U-Boot neben dem Wasser zu sehen, dies wollte ich mir gerne genauer ansehen. Als wir davor standen stellten wir fest das es das Marinemuseum ist, doch leider durfte der Hund nicht rein. Da dieses Museum meine Frau nicht interessierte bot sie an mit dem Leon auf mich und Elena zu warten. Dieses Angebot nahm ich an. Zuerst schauten wir uns im inneren des Museums um bevor es nach draußen zu den Schiffen ging. Ich kann Euch versichern so ein U-Boot ist ganz schön eng und niemand hätte mich jemals dazu gebracht dort rein zu gehen wenn ich nicht jederzeit wieder raus kann. Auf den beiden anderen Schiffen war deutlich mehr Platz als im U-Boot aber auch das wäre nichts für mich. Privatsphäre ist auf den Booten Fehlanzeige. Wenn ich so etwas sehe wird mir jedes Mahl bewusst das ich damals die richtige Entscheidung getroffen habe, ich habe den Kriegsdienst verweigert! Nach dem Marienemuseum ging es in das Wattenmeer Besucherzentrum. Dort gibt es zwei Ausstellungen, als wir dort waren eine Sonderausstellung zu Katzen und eine Dauerausstellung über das Wattenmeer. Im Erdgeschoss kann man viel über Wale erfahren, es gibt sogar das Skelett von einem gestrandeten Pottwal zu bestaunen. Weiter oben im Haus erfährt man extrem viel über das Leben am und im Wattenmeer, es gibt sogar einen echten Krabbenkutter zu bestaunen. Das Museum schloss jedoch kurz bevor wir alles gesehen hatten, daher ging es wieder zurück zum Auto und in die Ferienwohnung.


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Tag 6 – Der Klabautermann

Da auch an diesem Tag das Wetter nicht wirklich für Outdoor Aktivitäten war haben wir beschlossen nach dem Täglichen Frühstück in den Klabautermann zu fahren. Dabei handelt es sich um einen Indoorspielpark. In einer großen Halle befinden sich jede menge Möglichkeiten zum Spielen und toben. In der Mitte befindet sich ein großes Kletterschiff in dem es viel zu entdecken gibt. Natürlich ist das nicht alles so gibt es noch eine Rodeo Ente, eine Kletterwand, einen Kletterleuchtturm und vieles mehr. Auch für die größeren gibt es hier etwas, zum Beispiel Tischtennisplatten oder Billardtische. Nach dem wir uns ordentlich ausgetobt hatten ging es wieder zurück in unser Zuhause auf Zeit.


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Tag 7 – Emden

Auch den siebten Tag begannen wir mit dem Frühstück. Danach ging es mit dem Auto nach Emden. In Emden soll es einen Hafen mitten in der Stadt und eine Windmühle in einem Park mitten in der Stadt geben, das wollten wir uns ansehen. Zu meiner Verwunderung fand ich sogar einen kostenlosen Parkplatz mitten in der Stadt. Jetzt ging es direkt in Richtung Wasser und an diesem entlang. Im Hafen standen wir bald vor dem Seenotkreuzer Georg Breusing. Dieser ist nicht mehr im aktiven Dienst und man kann ihn besichtige. Natürlich wollte ich das Schiff besichtigen. Es war sehr interessant und dieses Schiff hat mir viel besser gefallen als die Kriegsschiffe in Wilhelmshaven. Der nette Herr am Eingang nahm sich viel Zeit um interessierten Besuchern alle Fragen zu beantworten. Nach der Besichtigung schlenderten wir durch den Hafen und die Stadt, bis wir vor einem großen Turm standen. Es war ein Wasserturm. Jetzt konnten wir eine Dampflok sehen. Da mussten wir natürlich hin. Man konnte in das Führerhaus der Lok, es war toll so etwas einmal von innen zu sehen. Gleich hinter der Dampflok entdeckten wir die Gleise vom Mini Dapflokverein. Wenig später fuhr ein Mann mit einer Großen Modelleisenbahn an uns vorbei und lud Elena zum mitfahren ein. Einer der anderen Vereinsmitglieder zeigte mir noch einige Dampfloks und erzählte mir viel über deren Modelle. Dann durfte auch ich eine Runde mitfahren. Gleich in der nähe der Großen und kleinen Lok(s) befindet sich ein Park, dort wollten wir jetzt hin. Durch diesen Park entlang an einem Bach konnte auch der Leon mal richtig laufen. Nach einiger Zeit im Park standen wir vor der Johannamühle. Jetzt noch ein Foto an der Mühle gemacht und schon ging es weiter in Richtung Auto. Dann ging es zurück in die Ferienwohnung, wo wir den Tag ausklingen ließen und damit war bereits die erste Woche vorbei.


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über Markus

Markus ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger, Fotograf und Blogger. So oft es irgendwie geht zieht es ihn in die Natur. Aus dieser Leidenschaft heraus hat er den Outdoor-Blog.org ins Leben gerufen, hier berichtet er von seinen kleinen und großen Abenteuern.

2 Replies to “Urlaub an der Nordsee (Woche 1)”

  1. Sieht nach einem sehr schönen Urlaub aus. Man muss den Wind und die etwas kältere Luft zwar mögen, aber für mich geht das auch über jeden Mallorca-Urlaub.

    Ich denke in den nächsten zwei Jahren muss ich meine Nissan auch mal wieder hoch an die Nordsee quälen, auch wenns weit ist.

    Liebe Grüsse
    Mario

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