Urlaub am Mittelrhein (Woche 2)

Urlaub am Mittelrhein (Woche 2)

Kaum ist man im Urlaub angekommen ist auch schon die erste Woche rum und jetzt geht es in die zweite Woche.

Tag 8 – Auf dem Rheinsteig

Zu Beginn der neuen Woche wollten wir mal auf die andere Seite vom Rhein. So ging es nach dem Frühstück nach Rolandseck, hier gibt es eine Autofähre auf die andere Seite. Dort haben wir unser Auto in dem schönen Ort Unkel abgestellt. Da jedoch an diesem Tag ein Fest in der Stadt war mussten wir lange nach einem Parkplatz suchen. Dann folgten wir den Schildern zum Rheinsteig. Dieser verlief hinterhalb vom Ort und ist, genau wie der Weg dort hin, sehr gut markiert. Ein kleiner Waldweg führte uns jetzt nach oben bis wir an einer Aussichtsstelle ankamen. Der tolle Ausblick wurde hier jedoch getrübt. Es sah aus wie ein großer Aschenbecher. Jetzt ging es erst einmal ein Stück ohne große Höhenänderung weiter. Doch auch das sollte sich ändern. Es ging ein ganzes Stück wieder nach unten und kurz drauf wieder nach oben, bis in eine Ortschaft. Diese verließen wir jedoch bald wieder. Der Weg führte uns jetzt an Pferdekoppeln vorbei und schon bald ging es sogar durch eine hindurch. Das war jedoch nicht ganz leicht, denn die drei Pferde standen am Ausgang und wollten sich auch nicht auf die Seite schieben lassen. Als ich gerade dabei war Elena an den Tieren vorbei zu schieben stand hinter dem Ausgang ein Wanderer der die Koppel umgangen hat und sich jetzt das Spiel von der anderen Seite ansehen wollte. Nach dem Elena jedoch durch war, konnte ich ihr den Hund durch den Zaun bringen und ich konnte zusammen mit meiner Frau auch raus. Nach dieser spannenden Stelle ging es eher unspektakulär im Wald weiter. Dann war es für uns an der Zeit den Rheinsteig zu verlassen, denn wir wollten auf den Felsen gegenüber von Remagen, das Erpeler Ley. Hier gibt es eine wirklich tolle Aussicht auf Remagen und den Rhein. Vom Ley aus ging es im Wald steil bergab in die schicke Stadt Erpel, welche sich genau gegenüber von Remagen befindet und dann an der Rheinpromenade entlang zurück nach Unkel. Von Unkel aus ging es zurück zum Campingplatz, wo es was leckeres zum Essen gab.


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Tag 9 – Wasser im Zelt

Das es am Sonntag regnen soll war uns ja bekannt und in der Nacht kam er auch. Da wir befürchteten das Elena angst bekommt und im strömenden regen zu uns ins Auto will schliefen wir etwas unruhig. Doch sie blieb in ihrem Zelt bis der Regen nachgelassen hatte. Als wir dann doch irgendwann aus dem Auto kamen und schauten ob alles trocken ist entdeckten wir die Bescherung, im Zelt war eine riesen Pfütze und der Schlafsack war pitschnass. Also versuchten wir den Schaden so gering wie möglich zu halten und alles trocken zu legen. Glücklicherweise kam zwischen dem Regen immer wieder die Sonne raus und es war recht windig, so gelang es uns Elenas Schlafsachen bis zum Abend trocken zu bekommen. Doch sie weigerte sich noch eine Nacht im Zelt zu verbringen, was ich jedoch gut verstehen kann. So wurde die nächste Nacht auch wieder sehr unruhig und dazu noch sehr eng.


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Tag 10 – Ausflug nach Köln

Nach dem Regentag sah das Wetter am Morgen nicht wirklich aus als würde es trocken bleiben. Deswegen beschlossen wir nach Köln zu fahren, denn in einer Stadt kann man sich besser vor dem Regen in Sicherheit bringen. Die Fahrt nach Köln war recht leicht denn es ist alles gut beschildert. Doch dort einen Parkplatz zu finden war schon schwieriger, denn die meisten waren nicht hoch genug für mein Auto. Doch auch dieses Problem konnten wir lösen. Jetzt machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Natürlich mussten wir an dem weltberühmten Dom vorbei, doch dieser riss mich nicht wirklich vom Hocker. Die Rheinpromenade dagegen fand ich recht schön. Leider konnten wir nicht in das Schokoladenmuseum am alten Frachthafen, denn dort dürfen keine Hunde rein. Hier fand ich jedoch die Mischung aus alten und Modernen Gebäuden sehr gelungen. Auch die kleinen Häuschen in der Altstadt waren nach meinem Geschmack. Doch irgendwann war es an der Zeit wieder zurück zu fahren.


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Tag 11 – Auf dem Ahrsteig

Endlich lachte am Morgen wieder sie Sonne und so konnte es wieder in die Natur gehen. Auf dem Campingplatz wurde mir das Ahrtal ans Herz gelegt und so wollten wir diesen Tag dort verbringen. Das Auto haben wir an einem Wanderparkplatz in dem kleinen Ort Walporzheim abgestellt. Direkt neben dem Parkplatz floss auch schon die Ahr und auch der Ahrsteig ging da dran vorbei. Im Wald wanderten wir anfangs am Bach entlang, wir überquerten zwei Brücken und dann wurde es steil. Unser Weg schlängelte sich in vielen Serpentinen immer weiter den Berg nach oben, es wurden sogar Hinweisschilder aufgestellt das es sich hier im einen Bergpfad handelt. Nach einiger Zeit und vielen Kehren wurden wir für unsere Mühe belohnt. Hier gab es einen Aussichtspunkt. Zwar mussten wir einige Meter vom eigentlichen Weg weg doch es wäre eine Schande gewesen dort nicht hin zu gehen. Nach dieser tollen Aussicht galt es jedoch noch weiter nach oben zu kommen. Doch das war auch irgendwann geschafft und jetzt ging es ohne große Höhenänderung weiter. Auf einem sehr abwechslungsreichen Waldweg ging es jetzt weiter. Dieser führte uns über kleine Pfade und große Forstwege, dabei galt es immer auf die Zeichen an den Bäumen zu achten. Dann tauchte vor uns im Wald ein Turm auf. Es war toll, denn von hier oben konnte man sehr schön über die Bäume schauen. Nach diesem Aussichtsturm ging es noch ein wenig im Wald weiter und schon tauchte vor uns wieder ein Gebäude auf. Diesmal war es ein Waldgasthaus und hier gab es auch einen Turm. Dieser war allerdings aus Stein. Das das Gasthaus geschlossen hatte störte uns nicht, denn in den Rucksäcken gab es genügend Essen und so konnten wir die Bänke vor dem Haus zum sitzen nutzen. Natürlich ging es nach dem Essen noch auf den Turm und wie sollte es auch anders sein, die Aussicht war genial. Wieder ging es weiter im Wald, jedoch nicht lange. Nach kurzer Zeit kamen wir aus dem Wald heraus. Jetzt wurde es wieder steil, doch diesmal ging es bergab. Am Rand von einem Weinberg ging es wieder runter bis wir an einem Ortsrand wieder an die Ahr gelangten. An deren Ufer wanderten wir jetzt weiter bis in den nächsten Ort. Hier beschlossen wir mit dem Zug zurück zum Auto zu fahren und dann mit dem Auto zurück zu unserem Platz.


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Tag 12 – Unterwegs im Vulkanpark

An der Touristeninfo wurde uns der Vulkanpark Brohltal in der nahegelegenen Eifel ans Herz gelegt und diesen wollen wir uns ansehen. In dem Heftchen, welches wir bekommen haben, wurde kurzerhand eine interessant klingende Tour rausgesucht. Mit dem Auto ging es dann zum geschlossenem Gasthaus Jägerheim. Hier konnten wir das Auto Parken und es ging los. Wir folgten den Wegweisern der Route U durch den Wald. Nach dem wir den ersten Hügel überschritten hatten kamen wir an ein Gebäude was vermutlich eine Klinik oder ein Altersheim ist. Hinter diesem ging es im Wald weiter leicht bergauf. Es dauerte jetzt nicht lange und schon hatten wir die Wolfsschlucht erreicht. Hier führte uns ein Steg an dem Bach mit seinen Wasserfällen vorbei und am Ende galt es noch über eine Treppe hoch zur Straße zu gelangen. Diese überquerten wir und folgen dem Weg in Richtung Wassernach. Kurz vor dem Ort entdecken wir dann den Römerbrunnen. Das Wasser da drinnen schaut extrem braun aus und immer wieder steigen Blasen auf. Kurze Zeit später verlassen wir den Wald, jetzt geht es an Feldern vorbei nach Wassernach. Auch hier folgen wir den Schildern der Route U, bis wir auf der anderen Seite wieder aus dem Ort rauskommen. Dort geht es weiter an Feldern vorbei, nur das diesmal viele tolle Blumen an den Seiten wachsen. Kurz nach dem wir die zwei Kapellen Passiert haben geht es wieder bergab und nach einiger Zeit wieder in den Wald. Doch hier gab es eine böse Überraschung. Wir konnten unseren Weg nicht fortsetzen, denn dieser war wegen Holzfällung gesperrt. So versuchten wir die gesperrte Stelle zu umgehen und irgendwie anders nach Burgbrohl zu gelangen. Nach etwas Querfeldein und Straße gehen ist uns das letztendlich auch gelungen. Hier ging es in vielen Schlenkern durch den Ort und am anderen Ende führt uns ein Pfad durch Basaltblöcke des ehemaligen Lavastroms in Richtung Auto. Doch bevor wir wieder zum Auto kommen ging es kurz vor dem Ende noch durch die Trasshölen. Hier wurde früher einmal Trasstein abgebaut.


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Tag 13 – Um den Laacher See

Auch unser 13. Tag sollte uns wieder in den Vulkanpark führen, denn dort gibt es einen echten Vulkansee und um diesen wollten wir rum wandern. So ging es diesmal mit dem Auto noch etwas weiter in die Eifel. Gegenüber vom Restaurant Vulkan-Waldfrieden haben wir das Auto geparkt. Doch da der Parkplatz in einer Kurve liegt hätten wir diesen fast übersehen. Jetzt ging es zu Fuß weiter. Ein recht breiter Weg führte uns um den See herum, doch leider waren wir immer etwas weg von diesem. Als wir in etwa auf der anderen Seite vom See waren ging es dann aus dem Wald heraus und an einem Feld vorbei. Hier waren wir noch weiter vom See weg. Als wir den Parkplatz „Dicke Eiche“ erreichten gab es einen tollen Blick auf die eindrucksvolle Abtei Maria Laach. Wenig später ging es wieder etwas näher an den See, doch auch hier war meistens von diesem nicht sonderlich viel zusehen, denn auch hier wanderten wir im Wald. Es war zwar ein schöner Weg, doch ich hatte mir etwas mehr See erhofft. Kurz bevor wir das Auto wieder erreicht hatten trennte uns noch ein Campingplatz vom See.


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Tag 14 – Ein grandioses Finale

An unserem letzten Tag gab es noch einmal eine richtig geniale Tour. Wir wollten ins Ahrtal nach Altenahr. Durch Zufall habe ich im Internet eine vielversprechende Tour gefunden. So ging es mit dem Auto nach Altenahr, dort haben wir am Bahnhof geparkt. Von hier aus konnten wir auch schon unser erstes Ziel das Schwarze Kreuz über uns sehen. Im Internet hieß es wir steigen direkt nach dem Bahnhof in den Wald. Doch da lag unser erstes Problem, denn wir haben nicht gesehen das neben dem breiten Weg am Bahnhof ein kleiner Weg unter den Schienen durch führt. Doch diesen haben wir dann gefunden und so konnte es im Wald steil nach oben gehen. Bereits nach kurzer Zeit haben wir hier den ersten tollen Aussichtspunkt gefunden und konnten unser Ziel die Burg bewundern. Jetzt folgte ein weiterer kurzer Anstieg und schon standen wir am Schwarzen Kreuz. Auch hier war die Aussicht genial. Von diesem aus ging es weiter zum Teufelsloch. Da es hier schon recht Felsig war, war es ganz nach meinem Geschmack. Am Teufelsloch hatten wir richtig Glück, denn gerade als wir wieder gehen wollten kam eine recht große Gruppe dort an. Vom Loch aus ging es auf einem schmalen felsigen Pfad weiter leicht bergab. Schon bald verlief unser Weg wieder im Wald und das felsige hatte ein Ende. So wanderten wir einige Zeit einsam im Wald bis hinter die Ahrschleife. Dann ging es in einigen Serpentinen runter zum Fluss. Doch hier stand mitten auf dem Weg eine Sperre mit dem Hinweis das der Weg wegen Hochwasserschäden gesperrt sei. Das wollten wir uns genauer ansehen und mussten feststellen das die Brücke auf der wir die Ahr überqueren wollten zerstört ist. Ein Plan B musste her. Wir fanden eine seichte Stelle in der nähe und beschlossen hier den Fluss zu überqueren. Auf der anderen Seite mussten wir etwas suchen um den kleinen Pfad zu entdecken welcher uns nach oben auf den Grat zum Engelsley führt. Dieser ist nämlich nicht ausgeschildert und schlecht zu erkennen, doch es lohnt sich. Jetzt wird der Weg richtig spannend. Ein schmaler Pfad führt uns jetzt über insgesamt drei Kuppen immer auf dem Grat entlang in Richtung Burg. Es ist eine Mischung aus leichter Kletterei und wandern. Immer wieder musste ich vorausgehen und erst den Weg suchen da dieser nicht immer so genau zu sehen ist. Ab und zu haben wir auch den falschen Pfad eingeschlagen, daher hat sich das ganze etwas gezogen. Doch dann haben wir einen kleinen Fehler begangen, wir sind wie es in der Beschreibung im Internet steht, in vielen Serpentinen abgestiegen und nicht dem Grat gefolgt. So standen wir auf der Straße bei den Tunneln unterhalb der Burg und fanden leider keinen Weg dort hin. Doch da wir keine Lust hatten die vielen Serpentinen wieder hoch zu gehen, haben wir beschlossen querfeldein im Wald zum Pfad zurück zu gehen. Jetzt ging es wieder auf dem spannenden Grat direkt zur Burg. Diese wurde dann von uns an der Seite mit einer letzten Kletterpartie geentert. Im schönen warmem Abendlicht konnten wir die Burg dann noch besichtigen bevor es auf einem normalen Weg wieder zurück nach Altenahr und zum Auto ging.


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Tag 15 – Heimreise

Leider ist es immer so, wenn es schön ist dann geht die Zeit sehr schnell rum und so war es schon wieder Zeit um nach Hause zu fahren. Da wir am Vorabend schon fast alles gepackt hatten, war noch genug Zeit für eine kurze Runde mit dem Hund bevor wir bezahlen konnten und es anschließend wieder nach München ging.
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über Markus

Markus ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger, Fotograf und Blogger. So oft es irgendwie geht zieht es ihn in die Natur. Aus dieser Leidenschaft heraus hat er den Outdoor-Blog.org ins Leben gerufen, hier berichtet er von seinen kleinen und großen Abenteuern.

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