Urlaub am Mittelrhein (Woche 1)

Urlaub am Mittelrhein (Woche 1)

Wie jedes Jahr sollte es auch 2016 zwei Wochen mit der Familie geben. Nach einigem hin und her haben wir uns dazu entschlossen diese zwei Wochen auf einem Campingplatz am Mittelrhein zu verbringen.

Tag 1 – Die Anreise

Bereits am Abend vor der Fahrt haben wir fast alles in Auto und Anhänger gepackt und so konnten wir gleich nach dem Frühstück losfahren. Zum Glück ging es ohne großen Stau und so erreichten wir am Nachmittag den Campingplatz. Hier haben wir uns erst einmal häuslich eingerichtet und dann wollten wir uns und den Hund ein wenig bewegen. Da gleich am Platz der Rheinradweg vorbei führt war dies auch kein Problem und wir spazierten ein wenig am Ufer entlang. Danach ging es wieder zurück zum Campingplatz um das Abendessen zu kochen. Es gab Nudeln mit Tomatensoßen und ich bin immer wieder überrascht wie gut doch so ein einfaches Essen schmecken kann.


> Nach Oben <

Tag 2 – Mit Inlineskates am Rhein entlang nach Remagen

Unser zweiter Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück auf dem Campingplatz. Dann beschlossen wir mit den Inlineskates auf dem Rheinradweg entlang in Richtung Remagen zu fahren. Dieser geht gleich hinter dem Platz entlang. Also nichts wie runter vom Campingplatz und rein in die Skates. Der Leon konnte es kaum abwarten bis er endlich losfetzen durfte, da ich ihn an der Leine hatte brauchte ich mich anfangs nicht besonders anstrengen. So ging es am Rhein entlang auf einem gut zu fahrenden Weg. Hin und wieder ging es mal etwas hoch oder runter, Meistens wenn wir in einen Ort kamen. Mit der Zeit wurde auch der Leon etwas ruhiger und ich musste selber mehr tun. Da Elena noch nicht so lange skatet zog sich der Weg, doch irgendwann tauchte Remagen vor uns auf. Kurz bevor wir die Promenade erreicht hatten wurden die Schuhe gewechselt und es ging jetzt ohne Rollen weiter. Wir schlenderten jetzt ein wenig durch diese sehr schöne Stadt und beschlossen dann uns an der Promenade etwas zum Essen zu suchen. Natürlich durfte ein Besuch an der (berümten) Brücke von Remagen nicht fehlen. Also ging es nach dem Essen am Fluss entlang zur Brücke, oder dem Was davon noch übrig ist. Leider waren meine Mädels nicht der Meinung das es eine gute Idee sei mit den Inlinern zurück zu fahren und so schauten wir uns nach den öffentlichen Verkehrsmitteln um. Leider ist das nicht ganz so leicht. Denn den Bus muss man mindestens eine Stunde vor der Zeit auf dem Fahrplan anrufen, sonst kommt dieser nicht. Leider haben wir das erst viel zu spät kapiert und so blieb uns nichts anderes übrig als den Zug zu nehmen. Was uns letztendlich auch gelang, doch dieser brachte uns nicht bis zum Campingplatz und so zogen wir doch noch einmal die Skates an.


> Nach Oben <

Tag 3 – Regen in Bonn

An unserem dritten Tag war uns das Wetter nicht gewogen, es regnete. Da wir (noch) keinen Regenschutz hatten mussten wir uns für das Frühstück etwas einfallen lassen. So wurde kurzerhand beschlossen nach Bonn zu fahren, uns die Stadt anzusehen und auch dort zu frühstücken. So ging es mit dem Auto nach Bonn und dort in Richtung Innenstadt. In der nähe vom Rheinufer fanden wir sogar einen kostenlosen Parkplatz. Dann ging es zu Fuß weiter. Am ersten Bäcker an dem wir vorbei kamen gab es erst einmal etwas zu essen, dann ging es weiter. Wir spazierten durch die Stadt, diese war an den meisten Stellen nicht besonders schön, doch wir fanden die ein oder andere Stelle die ganz interessant war. Am Nachmittag ging es wieder zurück zum Campingplatz, wo wir uns einen provisorischen Regenschutz bauten, um im trockenen das Abendessen genießen zu können.


> Nach Oben <

Tag 4 – Aussichtsreiche Wanderung bei Remagen

Am vierten Tag strahle die Sonne bereits als wir zum Frühstück aus Zelt und Auto krochen. Nachdem wir uns gestärkt hatten und auch der Kaffeepegel bei Traudi wieder aufgefüllt war ging es in Richtung Remagen. Dort haben wir das Auto an dem Wanderparkplatz bei der Apolinariskirche abgestellt. Diese ist etwas oberhalb der Stadt im Wald und schon von weitem zu sehen. Dadurch gibt es hier eine sehr schöne Aussicht auf Remagen und den Rhein. Von der Kirche ging es auf einem schmalen Pfad und über Treppen im Wald weiter bergauf. Nach kurzer Zeit erreichten wir einen weiteren Aussichtspunkt. Jetzt konnten wir nicht nur die Stadt und den Fluss sondern auch die Kirche bewundern. Dann ging es im Wald weiter, doch jetzt ging es fast ohne Höhenänderung weiter. Bald erreichten wir einen weiteren Parkplatz, hier stand auch ein Haus und unser Weg führte uns jetzt um einen Teich herum. Dieser war kaum zu erkennen, denn er war vollständig mit Entengrütze bedeckt. Nach dem Teich ging es dann bald wieder bergab und wenig später tauchte neben uns ein Zaun auf. Auf der anderen Zaunseite waren Rehe zu sehen. Wir folgten dem Zaun bis an einen Abzweig mit Schranke. Hier bogen wir nach rechts auf einen geteerten Forstweg ab. Auch hier war immer noch der Zaun am Wegrand, doch jetzt waren neben uns Wildschweine zu sehen. Kurz drauf endete der Waldweg auf der großen Bundesstraße, diese galt es jetzt zu überqueren. Dann konnten wir unter den Bahnschienen durch und gelangten an den Rhein. Jetzt ging es auf dem Rheinradweg, welchen wir einige Tage zuvor mit den Blades gefahren sind, zurück nach Remagen und zum Auto. Auf dem Weg haben wir noch einen Baumarkt entdeckt und uns einen Pavillon zugelegt, so konnten wir den Regenschutz vom Vortag abbauen und unser Platz wurde immer mehr zu einem richtigen Zuhause.


> Nach Oben <

Tag 5 – Zum Drachenfels und die „wahre“ Geschichte von Siegfried

An unserem fünften Tag am Rhein hat es uns nach dem Frühstück auf die andere Seite vom Fluss gezogen. Dort wollten wir Auf den Drachenfels im Siebengebirge, dieser ist schon von weitem zu sehen und so mussten wir natürlich auch mal dort hin. Mit dem Auto ging es einen Ort zurück, denn hier gibt es eine Autofähre auf die andere Rheinseite. Dort angekommen ging die Suche los, denn wir wollten nicht von der „Toruistenseite“ auf den Drachenfels. Auf dem Campingplatz hat man uns den Tipp gegeben das es von der anderen Seite schöner sei. Auf einem kleinen Parkplatz unterhalb vom Weinberg konnte wir dann das Auto loswerden. Ein breiter Weg führte uns jetzt durch den Berg ein Stück bergauf, bevor es wenig später wieder etwas abwärts ging. Doch schon bald ging es im Wald nur noch nach oben. Nach einiger Zeit erreichten wir eine Lichtung. Jetzt standen wir vor einem Kriegerdenkmal und schon hier gab es einen tollen Ausblick. Nach dem Denkmal ging es zurück in den Wald und dort weiter steil bergauf. Als der Wald sich erneut lichtete tauchte vor uns bereits das große Gebäude unterhalb der Burgruine auf. Ich musste jetzt feststellen das dieses Gebäude nicht so hässlich ist wie ich es vermutet habe, denn von weitem schaut es eher wie ein Fremdkörper auf dem Berg aus. Richtig toll fanden wir auch die Aussicht hier oben. Wir konnten weit in alle Richtungen schauen. Dann ging es auf einem breiten Waldweg wieder ein Stück bergab zur Drachenburg. Auch diese haben wir schon von unserer Rheinseite bewundert, doch da wir keine Lust hatten Eintritt zu bezahlen konnten wir diese Burg nicht aus der nähe betrachten. Da wir noch die Ruine oben auf dem Berg besichtigen wollten ging es wieder zurück zum oberen Gebäude. Jetzt führte ein Pfad dahinter vorbei und hier entdeckten wir einen kleinen Drachen welcher uns für einen Euro die wahre Geschichte von Siegfried erzählte. Danach folgte ein letzter Anstieg und schon standen wir vor den Überresten des Bergfried. Auch hier ist die Aussicht genial. Nach einer Stärkung, einem Stück Kuchen, ging es auf dem bekannten Weg wieder zurück zum Auto und zum Campingplatz.


> Nach Oben <

Tag 6 – Der Rolandsbogen

Jedes mal wenn wir von Remagen zum Campingplatz unterwegs sind sahen wir einen Steinbogen, den wollten wir uns mal ansehen und so ging es diesmal nach dem Frühstück zu Fuß los. Anfangs wanderten wir an der Bundesstraße entlang in Richtung Remagen, bis an den Ortsrand. Dort ging es dann weg vom Wasser und im Wald nach oben. Nach kurzer Zeit erreichten wir ein Denkmal. Es ist dem Dichter Ferdinand Freiligrath gewidmet. Von diesem hatte ich zwar noch nie etwas gehört doch der Ausspruch „Wir sind das Volk“, welcher von ihm stammt, ist mir bekannt. Nach dem Denkmal ging es weiter im Wald bergauf, aber auch diesmal dauerte es nicht sonderlich lange und schon tauchte etwas über uns ein Gebäude auf. Es ist eine Gaststätte und hier befindet sich auch der Steinbogen. Es ist der Rolandsbogen. Er ist der Rest einer Burg und als einziges davon erhalten. Da noch nicht Mittagszeit war und wir auch etwas zu Essen in den Rucksäcken hatten kehrten wir dort nicht ein, sondern gingen weiter nach oben. Da hier die Berge im Vergleich zu den Alpen nicht hoch sind waren wir bald am höchsten Punkt angelangt. Jetzt kamen wir aus dem Wald heraus und es ging auf Feldwegen weiter. Hier gab es eine tolle Aussicht auf die Landschaft. In einem große Bogen wanderten wir durch diese tolle Gegend, bis wir nach einiger Zeit wieder auf den Rhein und das Siebengebirge schauen konnten. Auch diese Aussicht war genial. Dann ging es wieder nach unten und wir kamen nach Mehlem einem Vorort von Bonn. Hier versuchten wir wieder ans Wasser zu kommen und wurschtelten uns durch kleine Straßen bis an die Promenade. An dieser verläuft auch der Rheinradweg, welcher uns zurück zum Campingplatz führte.


> Nach Oben <

Tag 7 – Wanderung zur Burgruine Olbrück

Diesmal wollten wir nach dem Frühstück in die nahe gelegene Eifel fahren. Denn dort gibt es die Burgruine Olbrück, bei dieser ist der große Turm, der Bergfried, erhalten und kann besichtigt werden. Das Auto haben wir auf einem Parkplatz am Rand von dem kleinen Ort Niederdürrenbach abgestellt. Hier hatten wir bereits einen tollen Blick auf die Burg über uns. Auf einem staubigen Weg ging es vorbei an einem Campingplatz in den Wald. Ein schöner Weg führte uns dort um den Burgberg herum immer weiter bergauf. Bis sich nach einer Zeit der Wald lichtete und wir aus diesem heraus kamen. An einer Weggabelung entdeckten wir eine Bank mit Tisch, da es sowieso schon Mittagszeit war nutzen wir diese und machten uns über unsere Brote her. Von der Bank sahen wir aus den Baumkronen den Turm rausblitzen und machten uns gestärkt wieder auf den Weg. Nach kurzer Zeit war auch schon der Parkplatz unterhalb der Burg erreicht. Jetzt folgte der finale Anstieg. Kurz vor dem ersten Burgtor begann dann auch die Zeitreise für uns. An insgesamt 10 Stationen konnte man viel über das Burgleben, die Gegend und die Burg selbst erfahren. Die Entdeckungsreise wurde jedoch zwischen dem Spielplatz und der dritten Station unterbrochen, hier mussten wir 9€ für eine Familienkarte bezahlen. Danach konnten wir das innere der Burg, oder was davon noch übrig ist ansehen. Dann folgte das Highlight, der Turm. Er ist außergewöhnlich, nicht nur das er so gut erhalten ist, er wurde auch als Wohnturm genutzt. Natürlich hat man von so einem Turm auch eine geniale Aussicht. Nach dem alles ausgiebig besichtigt war, wollten wir zurück zum Auto gehen. Doch da wir den falschen Weg wählten ging es erst einmal eine Runde um den Berg herum, so das wir nach einiger Zeit wieder an der Burg waren. Jetzt beschlossen wir am Straßenrand zurück zu unserem Auto zu gehen. Diesmal gelang es auch und wir konnten zurück auf den Campingplatz fahren.


> Nach Oben <

über Markus

Markus ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger, Fotograf und Blogger. So oft es irgendwie geht zieht es ihn in die Natur. Aus dieser Leidenschaft heraus hat er den Outdoor-Blog.org ins Leben gerufen, hier berichtet er von seinen kleinen und großen Abenteuern.

2 Replies to “Urlaub am Mittelrhein (Woche 1)”

  1. Wünsche dir viel Spaß :) Bin zur Zeit auch im Urlaub im Hotel im Salzburger Land und genieße die Berge und morgen freue ich mich auf meine kleine Klettertour.
    Liebe Grüße auch an deine kleine Familie :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*