Tierleidfrei durch die Weihnachtszeit

Tierleidfrei durch die Weihnachtszeit

Dieser Artikel gehört zum #OutdoorAdvent 2016. 24 Blogger öffnen jeden Tag ein neues Türchen für Euch und heute bin ich an der Reihe, Gestern schrieb Chris von klimbingkorns.de über den Pendling und die Kala Alm (auf Englisch), Morgen ist Uli von auf-den-berg.de an der Reihe. Doch ich wollte nicht einfach nur einen Tourenbericht veröffentlichen, ich wollte Euch ein wenig zum Nachdenken anregen.

Die (fette) Weihnachtsgans

Bei vielen gehört die Weihnachtsgans einfach zu Weihnachten. Bei mir jedoch nicht und das eigentlich schon immer, auch lange bevor ich wusste wie diese Tiere leben (müssen). Diese Tiere werden meistens in Ländern gezüchtet die es mit dem Tierschutz nicht so genau nehmen. Sie „leben“ dort in viel zu kleinen Käfigen und werden zum Teil gezwungen Unmengen zu essen damit sie schnell fett werden, um möglichst schnell getötet werden zu können. Denn schließlich soll das Weihnachtsessen ja nicht zu teuer sein.
Wie wäre es denn mal mit Fleischlosen Weihnachtsessen?

Der kuschelige Kragen

Wer meinen Blog verfolgt weiß das ich schon oft nach einem Messebesuch den Pelzkragen an den Jacken bemängelt habe. Jetzt wo die Temperaturen sinken sehe ich diese Kragen leider viel zu oft. Denn Pelz ist kein Abfallprodukt der Fleischindustrie. Es werden Tiere nur dafür gehalten um ihnen das Fell vom Leib zu reißen. Da auch der kuschlige Kragen nicht viel kosten darf werden auch diese Tiere unter schlimmen Bedingungen gehalten. Zum Teil werden sie sogar lebend gehäutet, da bei der Tötung die Gefahr besteht das das Fell beschädigt wird. Es kommt sogar immer wieder vor das der Kragen als Kunstfell deklariert wird, es sich aber dennoch um echtes Fell handelt, denn Kunstfell ist teurer.
Braucht Ihr unbedingt einen Pelzkragen an Eurer Jacke?

Der Silvesterknaller

Auch die Silvesterknaller sind für die Tiere eine Qual. Früher habe ich selbst aus Unwissenheit und Ignoranz mein Geld für Knaller ausgegeben. Doch heute würde ich es nicht mehr machen. Erstens ist mir das Geld viel zu schade und zweitens tun mir die Tiere viel zu sehr leid. Jedes Jahr muss ich erleben wie sich mein Hund der Leon in der hintersten und dunkelsten Ecke unserer Wohnung verkriecht weil er einfach panische Angst hat. Leider beschränkt sich das ganze nicht nur auf den einen Abend, nein es gibt immer wieder Deppen die sich nicht an die erlaubten Zeiten halten können. So ist mir der Leon schon einmal an einem See weggelaufen weil eine Gruppe es toll fand noch nach Silvester mit Knallern zu spielen. Zum Glück habe ich meinen Hund unbeschadet wieder gefunden.
Müsst Ihr euer Geld unbedingt anzünden oder wäre es nicht besser einen tollen Ausflug oder eine schöne Reise damit zu machen?

über Markus

Markus ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger, Fotograf und Blogger. So oft es irgendwie geht zieht es ihn in die Natur. Aus dieser Leidenschaft heraus hat er den Outdoor-Blog.org ins Leben gerufen, hier berichtet er von seinen kleinen und großen Abenteuern.

5 Kommentare zu “Tierleidfrei durch die Weihnachtszeit

  1. Pingback: Warum man Hüttenwochenenden machen sollte | auf-den-berg.de

  2. Pelze sind für mich schon immer ein nogo und mit Silvesterknaller konnte ich noch nie viel anfangen. Beim Fleisch gibt es bei uns Jahr für Jahr Ente oder Gans aus eigener Aufzucht. Mein Bruder versorgt uns da mit seinem eigenen Getier, dass er das ganze Jahr im Garten füttert. Er gehört zu den wenigen Menschen, die nur das Fleisch essen, dass sie selbst produzieren und schlachten. Zukauf gibt es bei ihm nicht. Und da profitiere ich auch davon.

  3. Hallo Markus,
    Du sprichst mir aus der Seele und danke, dass Du dieses wichtige Thema aufgreifst. Die Gänse machen so viel durch: werden als Braten und für die Gänsestopfleber (Foie Gras) grausamst gemästet, nicht selten zusätzlich lebendig für unsere Outdoor-Jacken gerupft und vegetieren in viel zu kleinen Käfigen hin bis zur Schlachtung. Pelz ist auch so ein Ding – nicht nur am Kragen, auch auf Wollmützen sieht man ihn. Geknallt haben wir schon seit Jahren nicht mehr und will ich auch nicht mehr. Wir hatten letztes Jahr ein paar leise Wunderkerzen, die taten es auch :) Subjektiv empfunden, geht das auch immer mehr zurück, zumindest bei uns auf den Dörfern.
    Viele Grüße,
    Bianca

  4. Hi Markus, da kann ich nur zu 100% zustimmen!

    Wieso muss sich der Mensch mit Pelzen schmücken und wieso jeden Tag ungesundes Fleisch in sich reinstopfen, um eines Tages im schlimmsten Fall selbst elendig zugrunde zu gehen? Die Knallerei geht mir auch auf den Sack. Klar, früher als Teenie war das megacool. Aber wenn ich heute die erwachsenen Familienväter sehe, die da Unsummen verbrennen, fehlt mir echt jedes Verständnis. Geld, dass als Spende für Afrika oder den Umweltschutz sinnvoll eingesetzt werden könnte – aber dafür sind die meisten wieder zu geizig. Die schlimmsten sind die, die mit der Knallerei Mensch und Tier bewusst schaden wollen und Böller auf Tiere oder Menschen werfen. Nur: Der Glaube, dass sich das alles jemals ändert, der fehlt mir :-(

    Viele Grüße
    Flo

  5. Pingback: Outdooradvent: Wie die Krettenburg zum Weihnachtsbaum kam

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