Zwischen den Wolken im Karwendel

Eine Wanderung zur Fleischbank und weiter über das Hölzelstalljoch zum Grasbergjoch

Das Karwendel und dort die Gegend um den Großen Ahornboden sind im Herbst ein Traum. Ich war bereits vor einer Woche dort unterwegs und wollte auch an diesem Wochenende wieder da hin. Allerdings hat es in der Woche geschneit und so habe ich mit etwas sorge die Tour zur Fleischbank geplant. Mit mehreren Freunden habe ich mich dann am Samstag morgen um 7.30 Uhr getroffen. Mit dabei war unter anderem auch mein Berg- und Fotofreund Florian. Geparkt haben wir vor dem verlassenem Gasthaus an der Mautstation. Uns waren die 3,50€ Maut zu teuer nur um wenige Meter Fußweg zu sparen.

der Aufstieg

Von der Mautstation ging es zu Fuß weiter. Wir wanderten wenige Meter an der Straße bis es an einem Wegweiser nach links in den Wald ging. An den Bergen um uns herum ist eine deutliche Schneegrenze zu sehen, wir fragen uns ab wann auch wir im Schnee wandern und wie hoch dieser sein wird. Doch noch steigen wir ohne Schnee auf einem Schmalen Pfad im Wald nach oben. Da der Wald nicht besonders dicht ist haben wir immer wieder einen fantastischen Blick auf die Gegend um uns herum. Es geht immer weiter bergauf und langsam ist es vorbei mit der Aussicht. Das liegt jedoch nicht daran das der Wald dichter wird sondern das wir langsam die Wolken erreichen welche an den Bergen hängen. Bei circa 1200 Höhenmetern beginnt dann auch der Schnee. Jetzt haben wir immer wieder mit schneebedeckten Ästen zu kämpfen welche uns im Weg hängen. Ab und zu fällt auch eine Ladung Schnee von den Bäumen, was sehr unangenehm ist wenn man gerade darunter steht. Nach einiger Zeit stehen wir vor einem Holzhaus welches von meiner Bloggerkollegin Stefanie als der Perfekte Brotzeitplatz beschrieben wird. Wir gehen jedoch weiter, es ist schließlich noch keine Essenszeit und auf dem Gipfel schmeckt es auch deutlich besser. An einigen Abzweigen folgten wir immer dem Wegweiser zur Fleischbank und erreichten dann den Grat zum Gipfel. Hier wurden die Wolken schon langsam etwas dünner und die Sicht somit besser. Wir folgten dem Grat circa eine viertel Stunde, dann Standen wir auf dem Gipfel der Fleischbank. Es war genial und wir waren total geplättet von diesem Anblick. Knapp unter uns die Wolken, über uns die Sonne und die umliegenden Gipfel ragten aus dem Wolkenteppich. Das war der Perfekte Ort für eine Brotzeit.

der Grat zu den anderen Gipfeln

Nach dem wir uns gestärkt hatten und fertig mit fotografieren waren ging es weiter. Wir folgten dem Grat und stiegen wieder ab. Leider war es dann bald vorbei mit der grandiosen Aussicht. Die Wegfindung war jetzt auch deutlich schwerer da vor uns noch keiner Spuren im Schnee hinterlassen hatte. Wir orientierten uns ein wenig am Navi und gingen immer der Nase nach. Nach dem wir in der Sänke zwischen den Bergen angekommen sind ging es wieder nach oben. Die Wegfindung hier gestaltete sich ähnlich wie beim Abstieg. Etwa 40 Minuten nach dem wir die Fleischbank verlassen hatten standen wir bereits auf dem Hölzelstalljoch. Der Ausblick war hier genauso genial wie auf dem Gipfel zuvor. Wieder wurde dem Grat in den Nebel gefolgt. Was sich logischerweise dem vorherigen Abstieg ähnelte. Doch dann stand neben dem Weg ein Schild mit der Aufschrift „nur für Geübte“ und es war vor uns eine Kraxelstelle zu sehen. Es wurde kurz beratschlagt und dann beschlossen weiterzugehen. Was auch kein Problem war denn es handelte sich nur um eine kurze mit Seil versicherte Stelle. Dann folgten wir dem, ab jetzt, etwas ausgesetzteren Grat zum Gipfel. Wenig später hieß es zum letzten mal an diesem Tag „Berg Heil!“ und es folgte die letzte Gipfelrast auf dem Grasbergjoch.

der Abstieg

Da wir auf dem letzten Gipfel waren ging es jetzt nur noch bergab. Wir folgten dem Grat, was anfangs noch ganz gut funktionierte. Doch als wir wieder die Latschen erreicht hatten fingen die Probleme an. Es war nicht so leicht den Weg zu finden und immer öfters waren wir nicht auf dem im Navi angezeigten Weg. Doch irgendwie ging auch das. Nach einiger Zeit stießen wir auf einen breiteren und besser zu sehenden Weg. Diesem folgten wir weiter bergab, bis wir nach einiger Zeit an die recht verlassen wirkende Grasbergalm kamen. Hier hat man einen tollen Blick in das Laliderertal. Von der Alm aus führte ein relativ breiter Weg ein vielen Serpentinen durch lichten Wald bergab. Irgendwann endete der Waldweg dann auf der Mautstraße. Jetzt folgte der unschönste teil der Wanderung, es ging an der Straße entlang zurück zum Auto.

Karte

über Markus

Markus ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger, Fotograf und Blogger. So oft es irgendwie geht zieht es ihn in die Natur. Aus dieser Leidenschaft heraus hat er den Outdoor-Blog.org ins Leben gerufen, hier berichtet er von seinen kleinen und großen Abenteuern.

2 Replies to “Zwischen den Wolken im Karwendel”

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