Urlaub an der Nordsee (Woche 2)

Tag 8 – Endlich mehr Platz für Hunde

An unserem 8. Tag wollten wir uns das Eck oberhalb von Wilhelmshafen ansehen. Also hieß es ab ins Auto und los ging es. Schon von weitem war ein hoher Turm, vermutlich ein Leuchtturm, zu sehen. Also sind wir einfach mal in die Richtung gefahren und haben das Auto im Ort Schillig abgestellt. Wie üblich war der Parkplatz kostenpflichtig. Dann ging es direkt in Richtung Meer, doch dieses war gerade am gehen. Da wir jedoch keine Lust hatten für den Strand Geld zu bezahlen gingen wir erst einmal eine weile auf dem Deich an einem Zaun entlang. Doch als dieser zu ende war führte uns ein Weg runter zum Meer. Endlich hatten wir mal das Gefühl mit dem Hund nicht total eingeengt zu sein, denn wir konnte eine ganze Zeit am Watt entlang laufen. Doch auch hier war es irgendwann vorbei mit der Freiheit und wir standen (mal wieder) vor einem Hundeverbotsschild. Also drehten wir wieder um, hilft ja nix. Immerhin konnten wir zurück eine ganze Zeit lang am Strand oder auf dem Watt gehen. Dann standen wir vor dem Badestrand, dort war natürlich auch wieder Schluss mit Hund. Doch oberhalb vom Strand konnten wir noch weiter gehen. Auf einem Zwischendeich konnten wir jetzt oberhalb vom Campingplatz noch recht lange weitergehen bis wir Irgendwann wieder am Deich waren. Auf diese Weise haben wir es auch geschafft den Eintritt nicht zu bezahlen. Über den eigentlichen Deich gelangten wir zurück nach Schillig und zum Auto.
Vor einigen Tagen hatte ich durch Zufall die Seriemer Mühle entdeckt, dort wollte ich am Abend noch zum fotografieren hin. Da ich noch etwas Zeit hatte habe ich mir noch die Mühle von innen angesehen. Dies ist kostenlos, jedoch wird um Spenden zur Erhaltung der Mühle gebeten. Dann stellte ich mich mit meiner Kamera und dem Stative zum Fotografieren hin. Als ich dort stand kam der Besitzer der Mühle vorbei um diese abzusperren, er entdeckte mich und ging direkt zu mir. Es ist ein sehr netter und freundlicher Mensch. Er fuhr sofort sein Auto weg um mir nicht die Sicht auf die Mühle zu versperren, fragte mich ob ich in die Mühle möchte und erzähle mir viel über sie. Irgendwann war die Sonne dann weg und ich fuhr zurück in die Ferienwohnung.


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Tag 9 – keine Seehunde

Der Plan für unseren 9. Tag war mit dem Schiff zu den Seehundsbänken zu fahren. Einige Tage zuvor haben wir uns schon erkundigt ob der Leon mit auf das Schiff darf und ob wir die Karten vorher kaufen müssen. Laut der Aussage der Kassenkraft sollte es keine Probleme geben. Also fuhren wir am Morgen nach Besersiel. Der Kartenverkauf für die Ausflüge sollte eine Stunde vor abfahrt öffnen, doch er war noch zu. Beim nachschauen stellten wir fest das wir viel zu früh da waren und das Schiff erst am Nachmittag fährt. Da wir schon am Hafen waren ging es an den Hundestrand, schließlich schadet unserem Hund die Bewegung nicht. Danach fuhren wir in die Ferienwohnung um Mittag zu essen und wollten Pünktlich vor Abfahrt wieder zurück sein. Doch als wir wieder zurück waren hieß es das die Fahrt bereits ausverkauft sei. Die Enttäuschung war riesengroß und guter Rat teuer. Leider war die Dame am Kartenverkauf auch nicht in der Lage uns mitzuteilen ob es von einem anderen Hafen möglich sei die Seehunde zu besuchen. Im Internet fanden wir heraus das die selbe Rederei von Dornumersiel an einem anderen Tag zu den Seehunden fährt. Also nix wie los nach Dornumersiel. Dort angekommen wollten wir direkt die Karten für die Seehunde kaufen, doch leider war es nicht möglich. Die Dame von der Touristeninfo teilte uns mit das sie keine Verbindung zum Server hatte. Naja jetzt waren wir schon hier also konnten wir uns hier auch umsehen. Es ging zuerst eine Runde durch den Hafen, denn hier dürfen Hunde eigentlich immer mit. Danach ging es auf dem Deich entlang. Dabei entdeckten wir ein Hinweisschild zum Hundewanderweg. Logisch das wir uns den ansehen wollten. An einem Häschen sollten wir plötzlich Eintritt bezahlen. Ich erklärte der Dame das wir nur den Hundewanderweg gehen wollen und nicht an den Strand (wo keine Hunde hindürfen). Es half nix, widerwillig zahlte ich also den Eintritt. Der Wanderweg verlief eine ganze Zeit lang an der Wasserkannte, dann ging es über den Deich und auf der anderen Seite zurück. Für mich, jemand der eher lange Touren macht, nur eine kleine Runde aber für diese Gegend ist der Weg schon nicht schlecht. Dann ging es wieder zurück in die Ferienwohnung. Nach dem Abendessen wollte ich noch einmal ans Meer zum Fotografieren.


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Tag 10 – Wattwanderung

Wenn man an der Nordsee ist gehört eine Wattwanderung fast schon zum Pflichtprogramm und auch wir wollten eine machen. Doch in Ostfriesland ist es mit dem Hund nicht so leicht. Glücklicherweise fanden wir heraus das die Familie Rieken in Neßmersiel Hund mit ins Watt nimmt. Daher habe ich bei denen angerufen und Plätze für uns reserviert. An unserem 10. Urlaubstag war es dann soweit. Da wir Neßmersiel noch nicht kannst fuhren wir schon nach dem Frühstück dort hin. Natürlich musste hier auch für den Parkplatz bezahlt werden, aber das sind wir ja bereits gewohnt. Wie immer ging es zuerst in Richtung Hafen. Dieser ist allerdings nicht besonders groß, also ging es weiter in Richtung Strand. Ihr könnt es Euch sicher schon denken, wir wurden erneut zur Kasse gebeten. Doch immerhin gab es auf dem Weg zum Hundestrand noch einen Trainingsplatz und eine Spielwiese wo die Tiere auch mal ohne Leine laufen dürfen. Der Hundestrand war relativ groß, dafür gab es aber daneben keine Möglichkeit noch Spazieren zu gehen. Nach dem wir die Zeit an Strand, Kinder- und Hundespielplatz verbracht hatten war es Zeit die Familie Rieken zu suchen. Dies war kein Problem da hinter deren Auto ein kleiner Stand mit hohem Schild aufgebaut war. Dann hieß es kurz warten auf die Wattführerin. Nach kurzer Zeit kam sie und stellte sich vor, sie ist die Martina und legt auf sie oder ähnliches keinen wert, es folgten einige Worte zur Wanderung und schon ging es los in Richtung Watt. Über die Hafenmauer ging es die erste Zeit, dann bogen wir ab und standen auf dem Matsch. Es ging in einer großen Runde durch das Watt, dabei machten wir immer wieder Pausen. In diesen erzählte uns die Martina viel über Krebse, Wattwürmer, Seesterne und vieles mehr. Aber sie beantwortet auch alle Fragen die Ihr von groß und klein gestellt wurden. Sie ging auch gut auf die Kinder ein, diese durften fast alle Tiere auch mal in die Hand nehmen und zeigten Ihr ständig irgendetwas was sie gerade gefunden hatten. Sehr gut fand ich den Hinweis das alle was „zu“ ist das stinken anfängt. Leider war diese interessante Runde viel zu schnell vorbei und es ging zurück an den Strand. Am Strand wurden dann die Füße und der Hund vom Matsch befreit bevor es zurück zum Auto und in die Ferienwohnung ging.


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Tag 11 – endlich Seehunde

Nach dem der erste versuch Seehunde zu sehen nicht geklappt hatte sollte es am 11. Tag endlich soweit sein. Wir fuhren nach Dornumersiel und stellten das Auto ab. Es war noch kein Ausflugsschiff zu sehen und das machte uns etwas sorgen. Der Parkplatz am Hafen war auch sehr leer und es waren kaum Menschen hier. Deshalb kontrollierten wir die Karten noch einmal. Eindeutig es stand ab Dornumersiel drauf. Das sich immer mehr Leute am Anleger einfanden beruhigte uns und in der ferne war auch ein Schiff zu sehen welches auf uns zu kam. Nach einiger Zeit hatte das Schiff den Hafen erreicht und angelegt. Jetzt konnten wir an Bord gehen. Anfangs saßen wir ganz hinten doch von hier war die Aussicht stark eingeschränkt, daher beschlossen wir uns nach anderen Plätzen umzusehen und fanden schließlich welchen von denen wir recht gut sehen konnten. Zuerst fuhr das Schiff nach Langeoog. Hier stiegen weitere Gäste ein und dann ging es an der Insel entlang in Richtung Seehunde. So eine Fahrt auf dem Wasser ist langweilig, man sitzt nur da und es gibt kaum Abwechslung. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatten wir die Seehunde erreicht. Sie lagen friedlich am Sandstrand. Da das Schiff vor ihnen im Wasser hin und her fuhr schien die Tieren nicht weiter zu stören, wahrscheinlich haben sie sich bereits daran gewöhnt. Nach einigen runden ging es dann wieder zurück. Da es recht kühl und windig war suchten wir uns auf dem Rückweg einen Platz im inneren vom Schiff. Für die Kinder folgte noch ein weiteres Highlight, sie durften auf die Brücke. Einige der Kinder durften etwas durch die Sprechanlage sagen und auch wir hörten „Hallo Mama, Hallo Papa hier ist Elena“. Nach dem Ausflug ging es zurück in die Ferienwohnung, dort gab es noch eine kleine Runde mit dem Hund.


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Tag 12 – Langeoog eine tolle Insel

An unserem 12. Tag sollte es auf die Insel Langeoog gehen. Es war ein Freitag und wir haben diesen Tag gewählt da die Schiffe am Freitag bis 20 Uhr fahren. Das war wichtig für mich denn ich wollte das Wahrzeichen der Insel, den Wasserturm, im Abendlicht fotografieren. Nach dem Frühstück ging es zum Hafen. Dort mussten wir noch etwas auf das Schiff warten. Als wir am Anleger standen begann es zu regnen und wir befürchteten schon das es ein ungemütlicher Tag auf der Insel wird. Doch zum Glück hörte der Regen während der Fahrt wieder auf. Vom Langeooger Hafen ging es mit der Inselbahn in den Ort. Dort wollte ich als erstes wissen wie viel Zeit ich am Abend vom Wasserturm zum Bahnhof benötige, also ging es direkt zum Turm. Am Turm angekommen war ich überrascht von der Schönheit der Dünenlandschaft. Durch diese wunderschöne Landschaft gelangten wir zum Strand. Natürlich durften wir mit dem Hund nicht an jeden Strand aber wir konnten lange durch den Sand am Wasser entlang laufen. Es war wundervoll Barfuß durch den Sand zu gehen und das beste war das kein Hundeverbotsschild zu sehen war. Doch irgendwann war es vorbei mit dem Spazieren im Sand. Allerdings nicht weil der Hund nicht weiter durfte sondern hier für alle Schluss ist. Damit die Vögel ruhe finden darf niemand weiter am Strand gehen. Dafür ging es auf einem Natur Pfad durch die Dünen. Immer wieder standen am Wegrand Schilder mit tollen Infos über die Entstehung der Dünen, deren Nutzen für Mensch und Tier sowie den Tieren und Pflanzen die in ihnen Leben. Durch die Dünen ging es wieder zurück in den Ort. Am anderen Rand vom Badestrand gibt es einen weiteren Hundestrand. Zu diesem gelangten wir auf einem Weg in den Dünen oberhalb vom Ort. Auch hier konnten wir ewig Wandern, vermutlich sogar bis zu den Seehunden welche wir am Vortag gesehen haben. Irgendwann war es Zeit wieder umzudrehen und einen Spot zum Fotografieren zu suchen. Leider gab es jetzt am Abend keine Wolken mehr am Himmel, nur über dem Meer war wie immer ein Wolkenband. Als die Sonne in diesen Wolken verschwunden war ging es zurück zum Bahnhof und mit dem Schiff wieder auf das Festland. Es war einer der schönsten Tage in unserem Urlaub und auch ich musste erkennen das ich es auf so einer Insel auch länger als einen Tag aushalten würde.


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Tag 13 – Abschied vom Meer

Am Tag vor der Rückreise machte sich Wehmut breit. Obwohl vieles nicht so war wie ich es erhofft hatte so war es dennoch sehr schön und wir wollten noch einmal zum Meer um uns zu verabschieden. Da „unser“ Ort an der Küste Bensersiel war wollten wir auch dort hin. Also ging es zum Hafen, dort wurde das Auto abgestellt und dann wollten wir an den Schiffen entlang in Richtung Naturstrand. Auf dem Weg an der Hafenkante entlang konnten wir noch beobachten wie gerade einige Leute ihre Boote aus dem Wasser geholt haben. Das fand Elena so interessant das wir erst weiter konnten als alle Schiffe aus dem Wasser waren. Dann ging es weiter zum Strand. Da das Wasser bereits am gehen war ging es an der Hafenmauer entlang, bis wir am Wasser waren. Dort nahmen wir auf einem Stein Platz und genossen die Aussicht, die Ruhe und beobachteten die Möven. Es war ein toller Platz doch irgendwann war es Zeit diesen wieder zu verlassen und so ging es zurück zum Auto und in die Ferienwohnung.


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Tag 14 – Heimreise

Eigentlich wollte ich auf dem Heimweg noch an den Extern Steinen Pause machen aber leider regnete es. Daher machte es leider keinen Sinn denn ich möchte schon lange zu den Steinen und diese auch fotografieren. Also blieb an diesem Tag nur die Sachen wieder ins Auto zu Packen und die lange Rückreise anzutreten.
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über Markus

Markus ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger, Fotograf und Blogger. So oft es irgendwie geht zieht es ihn in die Natur. Aus dieser Leidenschaft heraus hat er den Outdoor-Blog.org ins Leben gerufen, hier berichtet er von seinen kleinen und großen Abenteuern.

2 Replies to “Urlaub an der Nordsee (Woche 2)”

  1. Hallo, mit Interesse habe ich den Bericht über den Urlaub an der Nordsee gelesen….Viele Dinge sind für *Neulinge* sehr interessant zu erfahren, einige Infos gehören noch hinein…Z.B. das die Nordsee-Service Card sehr viele Dinge kostenlos machen bzw. ermäßigt:-) Da würde ich doch den Flyer versuchen hier als PDF einzubinden:-) Ansonsten kann ich bestätigen das Hundebseitzer es schwer haben was passendes zu finden, aber es ist möglich…..Danke für den tollen Bericht….LG vom HaDi

    • Hallo HaDi,
      Es freut mich das Dir mein Bericht gefallen hat. Leider kann ich zur Nordsee-Service Card nichts sagen da wir keine hatten. Allerdings haben wir auch nichts gemacht wo diese Karte uns etwas genutzt hätte.
      Gruß Markus

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