Vom Vorderen Drachenkopf zum Hinteren Tajakopf

Auf der Alpspitztour haben Maik und ich den Flo kennen gelernt, deswegen waren wir zu dritt unterwegs. Da wir alle drei der Fotografie verfallen sind musste es natürlich eine sehr fotogene Wanderung werden, so hat sich der Maik was besonderes einfallen lassen. Es sollte eine Tour mit zwei Gipfel, drei Seen, einer Berghütte sowie einem Sonnenuntergang werden. Vom Parkplatz der Ehrwalder Almbahn ging es los, wie schon auf einigen Touren. Durch ein Waldstück, welches an einigen stellen sehr matschig ist, ging es zum Teil steil bergauf. Dank der vielen Leute die hier auch schon unterwegs waren nahmen wir diesmal den Weg neben dem Schotter zum Einstieg vom Hohen Gang. Auf einem Klettersteig ähnlich ausgebauten Weg ging es weiter bergauf. Immer wieder hat man hier eine tolle Aussicht auf das Ehrwalder Tal und alle Stellen die auch nur ein wenig ausgesetzt oder abschüssig sind wurden mit Stahlseilen versichert, was meiner Meinung nach dem ganzen ein wenig den Reiz nimmt. Am Ende vom Hohen Gang wurde es (erst einmal) wieder flach und wir erreichten wenig später den Seebensee. Dieser türkiese See liegt sehr idyllisch in einem Bergkessel und um das Bild abzurunden stand noch eine Gruppe Kühe direkt vor ihm. Da die Kühe noch sehr jung und neugierig wahren nahmen sie unsere Rucksäcke genauer unter die Lupe, da wir allerdings um deren Inhalt fürchteten brachten wir sie lieber in Sicherheit. Nach dem wir uns fotografisch am See ausgetobt hatten wurde es wieder steil, denn jetzt ging es weiter auf einem steilen Pfad zur Coburger Hütte. Kurz vor der Hütte bogen wir jedoch nach rechts in Richtung Drachenkopf ab. Auf einem Schotterweg ging es durch Wiesen, welche mit Steinen übersäht sind, bergauf. Ab und zu standen einige Schafe neben oder auf dem Weg, doch die Schafe waren nicht so neugierig wie die Kühe und gingen uns aus dem Weg. Nach einiger Zeit erreichten wir dann ein Schotterfeld, an dessen Ende ging es dann auf dem Grat weiter in Richtung Gipfel. Auf dem Weg zum Kreuz lag allerdings an vielen Stellen extrem viel Geröll was den Weg sehr mühsam und auch gefährlich machte. Die Belohnung für unsere mühe folgte aber kurze Zeit später, denn wir hatten den Gipfel für uns alleine. Hier konnten wir die Aussicht und Ruhe genießen bevor es nach einer längeren Pause wieder zur Coburger Hütte ging. Nach einer Stärkung auf der Terrasse der Hütte wurde noch der Drachensee direkt unterhalb der Hütte unter die Lupe oder besser gesagt vor die Linse genommen bevor es auf der anderen Seite wieder steil nach oben ging. Es war sehr interessant wie es hier ausschaut wenn nicht alles in einem Weißen Einheitsbrei aus Schnee und Nebel verschwindet. Anfang des Jahres war ich bereits mit dem Maik hier und da war die Sicht gleich null. Nach dem wir eine Zeit lang auf einem Steinigen Weg bergauf gegangen sind erreichten wir den Wegweiser welchen wir damals schon ausgegraben hatten. Wir folgten dem Schild und über einen Grat ging es jetzt auf den Vorderen Tajakopf. Ein kleines Stück unterhalb vom Gipfel stand noch ein Großes Kreuz, dieses erreichten wir über einen kurzen Klettersteig. Nachdem alle wieder Kräfte gesammelt hatten stiegen wir ein Stück ab, zu einer Weise kurz unter dem Gipfel. Hier bereiteten wir uns auf den Sonnenuntergang vor. Nach dem die Sonne untergegangen war und unsere Speicherkarten mit vielen Fotos befüllt waren wurde die Fotoausrüstung eingepackt. Über das Tajatörl ging es jetzt steil bergab in Richtung Brendlsee. Vom See aus führte unser Weg über ein steiles Schotterfeld nach unten, wo es im Wald zur Ehrwalder Alm ging. Dabei zogen die Stirnlampen viele Insekten an, was ziemlich nervig war da diese ständig um den Kopf schwirrten. Dies führte dazu das wir die Lampen nach einiger Zeit in der Hand trugen. Von der Alm ging es auf dem Fahrweg durch den Wald zurück zum Auto, welches wir nach circa 16 Stunden wieder erreichten.


über Markus

Markus ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger, Fotograf und Blogger. So oft es irgendwie geht zieht es ihn in die Natur. Aus dieser Leidenschaft heraus hat er den Outdoor-Blog.org ins Leben gerufen, hier berichtet er von seinen kleinen und großen Abenteuern.

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