Testbericht TomTom Adventurer

Testbericht TomTom Adventurer Outdoor GPS Uhr

Bei meinem Rundgang über die ISPO bin ich das erste mal auf die TomTom Adventurer GPS Uhr gestoßen. Hier waren in einem Eisblock mehrere dieser Uhren eingefroren. Ich fand das Design und die Funktionen sehr interessant, daher habe ich versucht eine zum Testen zu bekommen.


Nach einiger Zeit war es dann soweit, der Postbote brachte mir ein Päckchen mit der Uhr. Leider folgte nach dem Auspacken bereits die erste Ernüchterung. Ich war gezwungen die Uhr bei TomTom zu registrieren und musste mich auf der Webseite anmelden. Für mich persönlich ist das ein nicht unwichtiges Detail, auf das nicht im Vorfeld hingewiesen wird. Auch auf der Verpackung konnte ich keinen Hinweis darauf finden. Nach dem ich das getan hatte und die Uhr aufgeladen war konnte ich mich mit ihr vertraut machen. Dabei waren die mitgelieferten Unterlagen nicht sonderlich hilfreich, denn es gab nur ein Faltblatt mit vielen Bildern die einen auf die TomTom Webseite verwiesen und ein etwas dickeres Büchlein mit rechtlichen Hinweisen in verschiedenen Sprachen. Doch die Bedienung ist recht intuitiv, so fand ich mich schnell mit der Uhr zurecht und hatte ab sofort einen neuen Begleiter. Ich fand es sehr spannend zu sehen wie viele Schritte ich so mache, wie viel Kalorien ich verbrauche und wie lange ich schlafe. Es war auch sehr spannend die Uhr beim Wandern oder Radfahren zu benutzen. Hier werden viele interessante Daten gesammelt und die Touren lassen sich schön am PC ansehen. Leider ist das nur Online auf der TomTom My Sports Webseite oder in der App möglich. Das gefällt mir überhaupt nicht. Denn die Uhr zeichnet (auch im Alltag) ein sehr persönliches Profil von einem auf. Für die Auswertung der Sportlichen Aktivitäten gibt es verschiedene, voreingestellte Sportarten. Von diesen wird einfach die Passende ausgewählt und sobald die Uhr ein GPS Signal hat kann es losgehen. Wie schnell das Signal gefunden wird hängt davon ab wann sie das letzte mal Synchronisiert wurde. Wenn das länger nicht passiert ist dauert es zum Teil recht lange. Die Uhr besitzt einen internen Speicher, hier werden die Daten gespeichert bis diese synchronisiert wurden und um Musik auf das Gerät zu laden. Über Bluetooth lassen sich Kopfhörer mit der Uhr verbinden, so kann man beim Sport Musik hören. Das habe ich allerdings nicht getestet, da ich in der Natur gerne meine Ruhe habe. Auch wenn ich länger die Uhr nicht verbunden hatte wurde der Speicher nie zu voll um die Aktivitäten zu loggen. An der Unterseite der Uhr wird der Puls über ein Grünes Licht gemessen, hierzu sollte die Uhr recht eng am Arm sitzen. Doch es gibt natürlich auch die Möglichkeit externe Sensoren mit der Uhr zu verbinden. Die Adventurer besitzt auch einen Kompass und ein Barometer. Leider lassen sich die Barometer Daten nicht auslesen. Ich fände es sehr spannend wenn ich unterwegs den Luftdruck im Blick hätte. Mir gefällt auch nicht das sich Daten nur online auf die Uhr spielen lassen. So ist es auch nicht möglich unterwegs GPS Koordinaten einzugeben, das kann die Konkurrenz ( Garmin) besser. Sehr gut hat mir gefallen das auf, in meinen Augen, unnötige Sachen wie zum Beispiel Email auf der Uhr verzichtet wurde.

Mein Fazit

Die Uhr selbst finde ich gut, auch wenn sie kleine Mankos hat. Jedoch stört es mich total das ich meine Daten aus der Hand geben muss. Ich finde das geht gar nicht! Wenn Ihr kein Problem damit habt sind die 299€ für die Uhr in Ordnung.

Hinweiß

Die TomTom Adventurer GPS Uhr wurde mir von der Agentur kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies ändert jedoch nichts an meiner Beurteilung. Ich erwähne hier sowohl Positive als auch Negative Eigenschaften und habe mich weder vom Hersteller noch von der PR Agentur beeinflussen lassen.

über Markus

Markus ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger, Fotograf und Blogger. So oft es irgendwie geht zieht es ihn in die Natur. Aus dieser Leidenschaft heraus hat er den Outdoor-Blog.org ins Leben gerufen, hier berichtet er von seinen kleinen und großen Abenteuern.

5 Replies to “Testbericht TomTom Adventurer”

  1. Hallo Markus,
    wir beobachten es auch immer mehr, dass man sich nahezu bei jedem Produkt heutzutage irgendwo registrieren muss. Da dürfen sich die Firmen sicherlich auch nicht wundern, wenn bald ganz Entenhausen sich dort registriert ;-)
    Kannst du mir bitte noch mitteilen, wie lange die Akkulaufzeit bei der Uhr ist, oder hab ich es überlesen?
    Gerade bei solchen Uhren stört mich immer wieder, dass die recht schnell leer sind und nachgeladen werden müssen.

    Vielen Dank jedenfalls für den interessanten Bericht.

    Grüße
    Lefdi

    • Das kommt darauf an wie Du die Uhr nutzt. Im Alltag hält der Akku etwa eine Woche, aber vor jeder Unternehmung sollte sie geladen werden, dann hält sie eine Tagestour durch.

      • Ich habe erst seit wenigen Tagen die TomTom Adventurer Outdoor GPS-Uhr.
        Natürlich wollte ich die Uhr gleich heute für den Jungfrau-Marathon testen.
        Funktionen, Tragekomfort, Handling alles sehr gut (kenne bereits das Vorgängermodell) – doch der Akku war nach exakt 2:20 Std./Min. leer (Herzfrequenz war natürlich aktiv für diesen Laufwettbewerb).
        Das finde ich also schon sehr schwach für ein neues Outdoor-Modell von TomTom. Im Laden war noch die Rede von 6-8 Stunden Akku-Laufzeit.
        Schon bei meiner „alten“ TomTom Cardio Uhr war der Akku nach 2 Std. leer (Alterserscheinung dachte ich mir), deswegen habe ich mich eigentlich auch für das neue Modell entschieden – und dann das.
        Schade – als Läufer ist die neue „Adventurer“ somit eigentlich nicht geeignet…

        • Solche Probleme hatte ich bisher nicht. Allerdings habe ich die Uhr nie zum Laufen benutzt, aber zum Radfahren oder Wandern und da hat der Accu lange genug gehalten.

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